Australien Tipps

Work & Travel FAQ

28. Februar 2015

Wenn man mit dem Gedanken spielt mit dem Working Holiday Visum nach Down Under zu reisen kommen ersteinmal viele Fragen und Bedenken auf. Braucht man eine Organisation? Wie viel Geld brauche ich eigentlich? Wie schwer ist es einen Job zu finden? Eignet sich Australien auch zum alleine Reisen??

Kurzum – Fragen über Fragen. Mit diesem Beitrag wollen wir einige deiner Fragen beantworten und dir eventuell die ein oder anderen Sorgen nehmen. Denn es ist eigentlich nicht schwer, seinen Work and Travel Aufenthalt selbst zu organisieren.

1. Wie lange sollte ich nach Australien gehen?

2. Brauche ich eine Organisation?

3. Wie beantrage ich ein Working Holiday Visum?

4. Wie viel Geld brauche ich?

5. Wie finde ich einen Job? Ist es schwierig einen Job zu finden?

6. Sollte ich eine deutsche Kreditkarte mitnehmen? Wie eröffne ich ein australisches Bankkonto?

7. Muss ich in Australien Steuern bezahlen? Wie beantrage ich eine australische Steuernummer?

8. Welche soll ich als meine australische Adresse angeben?

9. Eignet sich Australien zum Alleine-Reisen?

10. Reichen meine Englischkenntnisse aus?

11. Wie komme ich in Australien am besten von A nach B?

12. Was hat euch in Australien am besten gefallen?


 

1. Wie lange sollte ich nach Australien gehen?

Nicht selten lesen wir im Internet, dass einige Leute planen 2 Monate nach Australien zu gehen um dort arbeiten, reisen und noch zwei Wochen davon nach Neuseeland fliegen möchten. So ein Unsinn! Nehmt euch Zeit! Gerade nach dem Abitur hat man doch alle Zeit der Welt-nutze sie! Chris zum Beispiel wollte ursprünglich für 6 Monate nach Australien gehen und ist 11 geblieben. Zusätzlich haben wir beide uns ein zweites Jahr Auszeit genommen, um vor dem Studium unsere Reiseträume ohne Bindungen in Form von Job, Studium oder Wohnung verwirklichen zu können.

Allein um einen Job zu finden benötigst du in der Regel mindestens eine Woche. Für einen gut bezahlten Farmjob muss man auch mal Wartezeiten von 2-3 Wochen einplanen. Plane mindestens 2 -4 Monate für Arbeiten ein, vorausgesetzt du kommst nicht mit einem Vermögen nach Australien. Wenn du dann noch genug Zeit haben willst etwas von dem wunderschönen Land zu sehen rechne mit weiteren 4 Monaten, um ohne Zeitdruck die Offenheit zu haben an Plätzen zu bleiben, die dir gefallen.
Australien ist ein riiiiiesiges Land und man kann kaum genug Zeit haben es vollständig zu bereisen. Für Work and Travel sind also 6 Monate das absolute Minimum! Doch selbst das ist sehr kurz und meist spricht ja nichts gegen ein volles Jahr. Nicht Wenigen gefällt es in Australien so gut, dass sie sich das Second Year Visa besorgen und gleich ein Zweites dranhängen. Zudem möchten viele noch Abstecher nach Neuseeland, Fidschi, Bali oder Südostasien machen, wenn man sich schon in der Gegend herumtreibt.

Wenn du in Sachen Zeit also flexibel bist, dann plane eher zu viel als zu wenig ein. Denn das wird dir das Gefühl vermitteln, endlich das zu tun was du möchtest, ganz gelöst von den alltäglichen Bindungen, die man in Deutschland hat.

Kurz gesagt solltest du die 12 Monate wirklich ausnutzen, damit du ohne Gewissensbisse wieder nach Hause reisen kannst und danach nicht denkst „Ich hätte noch so gerne Diesunddas gemacht oder gesehen!“.

Wenn du also nur 3 Monate Zeit hast, dann nehme das Touristenvisum, welches zudem viel günstiger ist.


 

2. Brauche ich eine Organisation?

Vorausgesetzt du bist dazu bereit ein klein wenig Zeit in Planung zu stecken, ist eine Organisation nicht nötig.

Egal was Organisationen versprechen, von Job – Service bis hin zu Organisation von Bankkarte und Steuernummer (TFN), nichts davon ist dieses Geld wert, dass du dafür bezahlen musst. Ein australisches Bankkonto zu eröffnen und eine Steuernummer zu beantragen ist vollkommen kostenlos und dauert nur einige Minuten. Wie dies genau funktioniert erklären wir weiter unten.

Nun zum Jobservice. Das ist der Punkt, der viele dazu verleitet doch eine Organisation zu buchen, denn wenn man nach 2 Monaten geknickt den Rückflug antreten müsste, weil man pleite ist, dann würde man es bereuen ohne Organisation gegangen zu sein. Denn „sie hätte mir ja einen Job besorgen können“. Doch das ist falsch. Die meisten Organisationen bieten kleine Jobbörsen im Internet an, die genau so sinnlos sind wie all die anderen. Beziehungsweise oftmals noch sinnloser, denn es gibt deutlich weniger Auswahl. Auch wenn du einen Job Service hättest müsstest du dich um deinen Job selbst kümmern.

Organisationen machen erst einmal einen praktischen und sicheren Eindruck – doch wenn’s drauf ankommt bringen sie dich nicht weiter, beziehungsweise kaum ein Backpacker sagt nach seinem Aufenthalt er hätte es ohne Organisation nicht hinbekommen!


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Anna – ohne Organisation gegangen

Ich bin der Meinung, dass jeder, der nach Australien kommt um sich dort einen Job zu suchen dazu in der Lage sein sollte, sich selbstständig um diese Dinge zu kümmern. Für mich kam eine Organisation nie in Frage, da mein Budget sehr begrenzt war und mir durch genug Reherche in Deutschland klar wurde, dass eine Organisation eigentlich nur eine Unmenge an Geld für kostenlose, kaum zeitaufwendige Arbeiten verlangt, die JEDER ohne Stress selbstständig erledigen könnte. Spart euch das Geld und investiert es lieber in eine Tour oder ein Auto!

Whitehaven Beach, Australien

Whitehaven Beach, Australien

Chris – mit Organisation gegangen

Mein Kumpel und ich sind damals auf Backpackerpack gestoßen und buchten daraufhin das Starter Package. Dieses beinhaltete einen Jobservice, die Hostelbuchung für die ersten Tage, das Bankkonto und die TFN. Primär ging es uns um den Job – Service, der sich ganz gut angehört hatte.

Im Nachhinein kann ich sagen: Geht ohne Organisation! Der Job Service, welcher wahrscheinlich die meisten Backpacker aus Unsicherheit dazu bewegt mit einer Organisation zu gehen ist total überflüssig. In unserem Falle bekamen wir eine Mitgliedschaft auf einem kostenpflichtigen Jobportal für Backpacker für ein Jahr. Jobs gabs dort nur sehr wenige und auf unsere Bewerbungen wurde auch kein einziges Mal geantwortet. Die Auswahl war so gering, dass wir nur die ersten drei Wochen den „Job – Service“ in Anspruch nahmen, bis wir selbstständig unseren ersten Job fanden. Dieser Service war also schlechter als Gumtree und kostete auch noch Geld!

Also, lasst lieber die Finger von Organisationen, sie kosten nur Geld und können auch keinen Job garantieren! Im Endeffekt muss man sich selbst darum kümmern. Und die nützlichen Dinge wie Bankkonto und TFN sind in wenigen einfachen Schritten schnell und dazu auch noch kostenlos erledigt!


 

3. Wie beantrage ich ein Working Holiday Visum?

Du kannst dein Visum einfach online unter http://www.immi.gov.au/Visas/Pages/417.aspx beantragen. Derzeit kostet es $420. Es dauert nur 20-30 Minuten das Online-Formular auszufüllen. Falls du vorhast mit Kindern oder mit kranken Menschen zu arbeiten wird von dir ein Gesundhetszertifikat verlangt; falls du aber nur andere Sektoren ankreuzt, fällt es weg.

Es kann bis zu 3 Wochen dauern bis du eine Zusage für deinen Visumsantrag bekommst, also habe etwas Geduld und beantrage dein Visum früh genug vor dem Abflug!


 

4. Wie viel Geld brauche ich?

Beim recherchieren im Internet liest man ganz unterschiedliche Dinge, doch lass dich nicht abschrecken! Es stimmt, Australien kann teuer sein. Berechne, dass du tägliche Fixkosten von mindestens $20 fürs Hostel hast. Du hast dann aber immer noch nichts gegessen und bist keinen Meter weiter gekommen. Dazu also noch ungefähr $10 für Essen und Getränke täglich, was schon ziemlich knapp berechnet ist Wenn du dich fortbewegen möchtest bist du ganz schnell bei $45, mindestens! *

Doch wieviel Geld du täglich benötigst hängt ganz von dir ab: Wieviel du ausgehst, wieviel Alkohol du kaufst, ob du Wert auf eine schöne Unterkunft legst, rauchst, gerne selbst kochst oder lieber Fast Food isst. Bis zu deinem ersten Job solltest du genügend Geld haben um dich über Wasser zu halten. Je nachdem ob du vollzeit arbeitest oder dich mit Gelegenheitsjobs durchschlägst, verdienst du genug Geld um deinen Aufenthalt damit zu finanzieren. Offiziell liegen die Mindestlöhne bei mindestens $17/Stunde, im Farmsektor sogar bei knapp $21. Falls du einen Cash-in-hand-Job machen solltest, wirst du ca. $11-15/Stunde verdienen. Bei Fruitpicking kann der Betrag zwischen $2 und $150 am Tag variieren, je nachdem unter welchen Bedingungen du arbeitest.

Wir bede sind die Reise mit 1000€/600€ angetreten und haben nach 4 Wochen/6 Wochen in Australien angefangen richtig zu arbeiten (Anna hat zwischendurch einige Gelegenheitsjobs ausgeübt). Wir haben durch 4 Monate Farmarbeit das gesamte Jahr in Australien finanziert und konnten sogar noch einen 4-stelligen Betrag mit nach Hause nehmen.


 

5. Wie finde ich einen Job? Ist es schwierig einen Job zu finden?

Im Grunde findest du in Australien einen Job wie in Deutschland auch. Anders ist dort aber, dass man egal für welchen Job einen Lebenslauf (CV) abgibt, auch im Café oder in der Kneipe. Mit Ehrlichkeit kommt man nicht sehr weit, denn die Konkurrenz ist groß und Jeder erfindet passende Erfahrungen zu seinem Lebenslauf hinzu.

Sehr beliebt ist die Bewerbung per Mail, doch davon können wir nur abraten. Von ca. 40 abgeschickten Mails und Bewerbungen haben wir nicht ein einziges Mal auch nur eine Antwort bekommen. Man bedenke, dass sich alle Backpacker lieber durchs Internet klicken als persönlich irgendwo vorbeizuschauen. Wer es trotzdem probieren möchte sollte einen Blick auf Gumtree.com.au und Indeed.com.au werfen. Größere Chancen hat man, wenn man mit einem Stapel ausgedruckter CVs bei Restaurants, Cafés, Bars, Shops und Co. vorbeigeht und sich persönlich vorstellt. Daneben kann man natürlich auch verschiedene Branchen im Telefonbuch nachschlagen und sich durchtelefonieren. In großen Städten wie Sydney oder Melbourne ist es generell schwieriger an einen (gut bezahlten) Job zu kommen, aber mit viel Mühe und Willen geht es auf jeden Fall! Und falls du gerne in der Gastronomie arbeitest und dich gegebenenfalls mit niedrigerem Lohn zufrieden gibst, solltest du eher in einer Großstadt danach suchen.

Farmjobs sind überall in Australien je nach Saison zu bekommen. Fast alle befinden sich aber fern ab von einer Stadt und sind körperlich anstrengend. Man wird entweder pro gepflücktem Korb/Eimer/Kilo bezahlt oder pro Stunde. Obwohl man bei ersterem natürlich einen Glückstreffer landen kann haben wir die Erfahrung gemacht, dass man im Schnitt mit $70 pro Tag rechnen sollte. Zweiteres ist da um einiges lukrativer. Du findest Farmjobs in dem du 1. Im Internet Telefonnummern von Farmen, die gerade beginnen zu ernten, heraussuchst und anrufst; 2. dich in ein Working-Hostel begibst, welches dir Farmwork vermittelt oder 3. indem du persönlich bei einigen Farmen vorbei fährst. Allerdings sollte man genau auf den Zeitpunkt achten, denn sobald die Ernte auf Hochtouren ist hat jede Farm schon genug Arbeiter. Außerdem: Für die Meisten Farmjobs muss man ein eigenes Auto haben; nur wenige Hostels und Farmen bieten einen Fahrservice an.

Als Abiturient hat man in der Regel noch nicht viel Arbeitserfahrung, aber je nach Qualifikation kann man mit dem WHV so ziemlich jeden Job ausüben. Auf dem Bau arbeiten ist keine Seltenheit. Doch beachte: Für bestimmte Jobs braucht man gewisse Qualifikationen und Zertifikate. Im Falle des Bauarbeiters die White Card. Wenn du in einer Bar arbeitest benötigst du das RSA-Certifikate.

Außerdem gibt es in jeder größeren Stadt verschiedene Arbeitsagenturen, manche für bestimmt Branchen, manche extra für Backpacker. Mach dich in den Weiten des Internets oder ganz einfach vor Ort schlau und schau in einem der vielen Büros vorbei!

Man kann nicht pauschal sagen ob es einfach oder schwierig ist einen Job zu bekommen. Du brauchst auf jeden Fall Geduld, etwas Mut und einfach ein wenig Glück. Mit genug Engagement und Flexibilität sollte Jeder früher oder später etwas geeignetes finden.


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kleine Aushilfsjobs

Bevor ich einen langfristigen Job auf einer Salatfarm gefunden hatte, schlug ich mich mit einigen kleineren Jobs durch. Gleich nach meiner Ankunft in Sydney verteilte ich CVs in Cafés und Restaurants und bekam dadurch einen Cash-in-hand-Job als Kellnerin. Da ich mich aber dann doch dazu entschloss in den Süden zu reisen, nahm ich ihn nicht an. Durch Couchsurfen bei einer australischen Familie bei Jervis Bay kam ich an meinen zweiten Job: Der Vater war Handwerker und benötigte Jemanden, also half ich ihm für eine Woche und konnte währenddessen zusatzlich zum Lohn kostenlos bei der Familie wohnen und essen. Während ich in einem Working Hostel auf eine freie Stelle auf der oben genannten Salatfarm wartete, putzte ich im Hostel, was mir knapp $200 einbrachte und wurde an einen Kuh-Farmer vermittelt, der sporadisch Aushilfskräfte suchte. Dort half ich zwar nur 4x aus, da ich endlich auf der Salatfarm anfangen konnte, doch der Farmer war freundlich und ich bekam einen satten Stundenlohn. Natürlich habe auch ich mich viel im internet beworben, aber daraus ist nie etwas geworden. Stattdessen flogen mir die kleinen Aushilfsjobs immer irgendwie zu. Mein Tipp: Erzähle Jedem im Hostel und den du triffst, dass du auf Arbeitssuche bist! Vielleicht kennt ja Einer jemanden, der wiederum jemanden kennt…

Top 100

Farmjobs durch Working Hostels

In Cafés zu arbeiten kam für mich zumindest am Anfang nicht in Frage, da man selten von Leuten hörte, welche durch Kellnern viel Geld sparen können. Da ich aber ein sehr knappes Budget hatte war genau das mein Plan, somit hielt ich besonders für Farmjobs Ausschau. Ich bewarb mich anfangs in Melbourne für Jobs auf dem Bau und als Fundraiser. Zusätzlich schaute ich im Internet wo wann was geerntet wird und telefonierte mit Farmen in diesen Gegenden. Dadurch kam ich auf ein Working – Hostel, was mir drei Wochen später schließlich meinen ersten Job vermitteln konnte.

Bevor ich auf der Farm anfangen konnte arbeitete ich ein Wochenende auf einer Art Volksfest und verkaufte dort Slushies. Die Arbeit war eigentlich ganz entspannt und ich bekam zumindest $15/h, wodurch ich durch das Wochenende zumindest eine Woche Hostel und Essen finanzieren konnten. Als ich dann endlich auf der Farm anfangen konnte blieb ich dort gleich 3,5 Monate – und hatte dort die wahrscheinlich beste Zeit in Australien.


 

6. Sollte ich eine deutsche Kreditkarte mitnehmen? Wie eröffne ich ein australisches Bankkonto?

Eine deutsche Kreditkarte solltest du auf alle Fälle dabei haben. Sie ist dir am Anfang bis zu deinem ersten Job nützlich. Außerdem ist es immer gut eine Ersatzkarte, in diesem Fall die Deutsche, dabei zu haben, für den Fall, dass dir eine geklaut werden sollte. Als deutsche Kreditkarte können wir dir die DKB-Kreditkarte empfehlen. Sie ist kostenlos und mit ihr kannst du kostenlos weltweit Geld abheben.

In Australien ein Bankkonto zu eröffnen ist kinderleicht. Bei einigen Banken kannst du schon vor deinem Abflug ein Konto eröffnen, dann werden dir die Unterlagen nach Deutschland geschickt. Danach musst du lediglich noch ein mitgeschicktes Formular unterschrieben mit nach Australien bringen und in den ersten Tagen bei einer Filiale deiner Bank vorbeischauen. Nachdem du das Formular dort abgegeben hast, wird dir die Kreditkarte zu deiner angegebenen, australischen Adresse geschickt. Da ein Hostel als Postanschrift nicht gerade zuverlässig ist, kannst du aber auch darum beten, dass die Karte einfach zu der Filiale geschickt werden soll. Dort kannst du sie wenige Tage später abholen. Und schon bist du im Besitz einer australischen Kreditkarte!

Westpac, Commonwealth Bank und ANZ sind die in Australien am weitesten verbreiteten Banken.


 

7. Muss ich in Australien Steuern bezahlen? Wie beantrage ich eine australische Steuernummer?

Sobald du in Australien einen Arbeitsvertrag unterschrieben hast, musst du Steuern bezahlen. Doch keine Angst, diese bekommst du am Ende des Steuerjahres wieder zurück erstattet. Dazu musst du zwischen dem 1. Juli und dem 31. Oktober eine Tax Return einreichen. Dies kann man selbst erledigen oder auch ganz bequem für ein wenig Geld von einem Tax-Return-Service machen lassen. Das mag alles ehr kompliziert klingen, doch sobald du dich einmal mit anderen Backpackern unterhalten hast und ein wenig recherchiert hast wirst du merken wie einfach das alles ist.

Eine TFN kann schnell online unter https://www.ato.gov.au/Individuals/Ind/Apply-for-a-TFN-on-the-web/ beantragen. Allerdings kannst du dies nur tun, wenn du dich schon in Australien befindest. Es kann bis zu 2 Wochen dauern, bis sie dir zugeschickt wird.


 

8. Welche soll ich als meine australische Adresse angeben?

Um beispielsweise ein Bankkonto zu eröffnen, eine TFN zu beantragen oder ein Auto auf dich umzumelden musst du eine australische Postadresse angeben. Doch da du von Ort zu Ort reist oder sogar von Restarea zu Restarea fragst du dich bestimmt, was die denn da für eine Adresse wollen.

Du hast mehrere Möglichkeiten: 1. Die Adresse deines aktuellen oder zukünftigen Hostels. Funktionieren tut es auf alle Fälle, es ist nur die Frage wie zuverlässig deine Post bei dir ankommt. 2. Ein Postfach in einer australischen Stadt. 3. Couchsurfing oder die Adresse von Freunden/Bekannten/Verwandten in Australien. Wir haben die Adresse unseres Couchsurfing Hosts (nach seinem Einverständnis) ständig angegeben und so ein sehr zuverlässiges Postfach in Australien gehabt.


 

9. Eignet sich Australien zum Alleine-Reisen?

Australien ist ein perfektes Reiseziel für Solo-Reisende! Hostels sind so aufgebaut, dass du sehr schnell Anschluss findest und eine Menge neuer Leute kennenlernst. Vor Allem als Deutsche/r wirst du gar nicht darum herum kommen andere Landesgenossen zu treffen, in kaum einem Hostel ist kein deutscher Backpacker zu finden! Auch wenn du unsicher mit deinen Englischkenntnissen bist oder einfach eine ruhigere oder schüchterne Person bist, ist das kein Problem! Deine Sorgen werden sich in wenigen Stunden/Tagen nach deiner Ankunft in Luft auflösen.>

Als Alleinreisende/r hast du außerdem den Vorteil, dass du vollkommen flexibel bist und dich jederzeit mit Jemandem zusammenschließen kannst. Natürlich wirst du dich auch selten einmal einsam fühlen, aber das geht jedem Solo-Traveller auf dieser Welt so und da muss man durch. Schließlich muss man auch lernen mit sich selbst auszukommen, oder nicht? Falls du in Australien nach Travelmates oder einfach nach einer anderen Person zum rumhängen/ausgehen suchst, empfehlen wir dir diversen Work and Travel Gruppen auf Facebook beizutreten, wo regelmäßig Reisende nach Anderen suchen. Außerdem können wir dir nur empfehlen einmal Couchsurfing auszuprobieren – So hast du garantiert Jemanden um dich und hast eventuell sogar die Möglichkeit jederzeit wieder zu einer Person zurückzukommen.Fürs Couchsurfing haben wir einen seperaten Guide verfasst: http://12kilobackpacking.de/ozeanien/australien/guides/couchsurfing-tipps/


 

10. Reichen meine Englischkenntnisse aus?

Viele Work-and-Traveller gehen gerade eben nach Australien um ihr Englisch zu verbessern. Man lernt eine Sprache am allerbesten, wenn man sich ins Ausland begibt und mit ihr konfrontiert wird. Zu Beginn mag das beängstigend sein, doch schon nach wenigen Wochen wirst du Fortschritte machen (Insofern du dich unter englisch sprechende Leute gibst und nicht nur mit den anderen Deutschen rumhängst!). Bedenke immer, dass Australien ein Einwandererland ist und dort Menschen aus aller Welt leben. Es wird nicht vorausgesetzt, dass du dich perfekt ausdrücken kannst oder akzentfrei sprichst. Auch viele Erwachsene, die in Australien permanent leben, kommen ohne Englischkenntnisse nach Australien und werden dort trotzdem integriert!

Uns sind in Australien unzählige Italiener, Franzosen und auch einige Deutsche begegnet, die nur wenig Englisch sprechen konnten und teilweise sogar ohne jegliche Kenntnisse nach Australien gekommen sind. SIe haben trotzdem Jobs und Freunde gefunden! Also keine Angst! Der Anfang mag vielleicht schwer sein, aber denk immer dran, dass du ja nach Austalien gehst um an deinem Englisch zu arbeiten. Versuche dich immer an englischsprechende Leute in den Hostels zu halten und rede so viel wie möglich darauf los; wenn du vor lauter Angst nie Englisch sprichst, wird es sich leider kaum verbessern.


 

11. Wie komme ich in Australien am besten von A nach B?

Um möglichst Viel zu sehen, unabhängig und flexibel zu bleiben, eignet sich der Kauf eines Campervans sehr gut. Je nach Jahreszeit und Region bekommt man schon für wenige 1000 Dollar einen soliden Van. Man spart sich dadurch Kosten für Hostels und kann auch entlegenere Gebiete und Nationalparks problemlos bereisen. Wir hatten unseren Van damals über Gumtree.com.au gefunden. Wer sich kein Auto kaufen möchte/kann, der kann mit dem Greyhound-Bus oder mit einer anderen Fernbusfirma in die größeren Orte Australiens gelangen. Diese bieten auch „Hop On Hop Off Passes“ an, mit denen man binnen 3 Monaten überall aus- und einsteigen kann wo man möchte (zb. Melbourne – Cairns 508$ mit Greyhound). Leider kommt man so aber nur in größere Stadte und muss sich dem Fahrplan anpassen. Trampen ist auch eine Option, genauso wie Rideshares (Mitfahrgelegenheit).

Falls man wirklich nur von A nach B kommen möchte lohnt es sich auf alle Fälle zu fliegen. Jetstar und Tigerair haben regelmäßig unschlagbar günstige Angebote, nicht nur innerhalb Australiens, auch nach Bali oder Fidschi!


 

12. Was hat euch in Australien am besten gefallen?

Anna: Die 3-tägige Fraser Island Tour, Melbourne, Couchsurfing in Sydney, Sapphire suchen in Emerald und der Outback-Roadtrip

Chris: Das Camperleben, Fraser Island,


NOCH FRAGEN?

Falls du noch eine Frage zu Work & Travel hast, dann kannst du gerne unser Kommentarfeld nutzen. Wir bemühen uns dann dir so bald wie möglich eine Antwort zu geben!

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1 Kommentar

  • Reply Jürgen Gloystein 8. August 2016 at 21:32

    Vielen Dank für die zahlreichen Infos. Besonders die vielen Preisinfos haben mir sehr geholfen, meine nächste Reise zu planen. Ich bin früher viel gereist, musste aber die letzen 15 Jahre hart arbeiten, um
    wenigstens eine kleine Rente zu erhalten. Da ist es wichtig zu wissen, wo man mit 1000 Euro monatlich abzüglich 200 Euro für die Krankenversicherung , hinfahren kann.
    Und denk daran, wenn Du aufhörst zu reisen, hörst Du auf zu leben!
    Take care und nochmals vielen Dank
    Jürgen

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