Dschibuti

Schnorcheln mit Walhaien in Dschibuti

6. November 2014

Ursprünglich war geplant mit unserem Fahrer nach Arta Plage im Osten Dschibutis zu fahren, wo wir von Houmed Schnorchel-Zeug erhalten und von einem kleinen Boot abgeholt werden sollten. Dieses sollte uns zu einem größeren Schiff fahren, auf welchem wir Mittagessen bekommen und anschließend auf Walhai-Suche gehen konnten. Die Tour sollte eine ganztags-Tour werden. Doch da wir uns in einem Land, wo Planung, Pünktlichkeit und Organisation kaum vorzufindensind befanden, sollte sich der Tag etwas anders gestalten.

„Wir erreichten eine abgelegene Küste – menschenleer – wo das Boot wartete. Ein kleines Boot. Ein sehr kleines, simples Boot.“

Wir waren in Arta angekommen. Eine kleine und eher uninteressante Stadt. Von dort sollte es nach Arta Plage gehen, wo das Boot auf uns wartete. Doch unser Fahrer zeigte uns ersteinmal die Stadt und legte noch eine Pause ein, in der er mehrmals aufgebracht telefonierte. Schnell war klar, dass wir in Arta auf unsere Schnorchelsachen warten mussten, Houmed war nämlich weder in Arta Plage, noch in Arta. Der Morgen war schon vorangeschritten und wir wollten endlich zu den Walhaien! Sobald Houmend dann endlich auftauchte gings weiter. Um nach Arta Plage zu gelangen mussten wir durch militärisches Sperrgebiet und somit an einigen Check Points vorbei. Wir erreichten eine abgelegene Küste – menschenleer – wo das Boot wartete. Ein kleines Boot. Ein sehr kleines, simples Boot. Wir fragten den Bootsführer ob er uns denn zum großen Boot bringen würde und er verneinte. Das große Boot sei ausgebucht, aber er hätte bis ein Uhr nachmittags Zeit und würde mit uns die Tour machen. Sogar Sandwiches hätte er dabei. Wir waren alle etwas verärgert, da wir nur knappe 2 Stunden auf dem Wasser verbringen würden, es Toast statt ein richtiges Essen und keinen Schatten auf unserem Bötchen gab.


Uns blieb nichts anderes übrig als uns darauf einzulassen und los gings. Es war weit und breit kein anderes Boot zu sehen, wir waren ganz alleine in der Gegend. Nach etwa 10 Minuten sprang der Bootsführer auf und schrie: „baleine!baleine!“. Wir schnappten uns unsere Masken und sprangen ins Wasser. Und tatsächlich: wenige Meter unter uns schwebte ein Walhai daher! So ein bezauberndes und wunderschönes Tier! Ich war unglaublich begeistert. Leider tauchte er dann wieder ab und es ging zurück ins Boot. Der Bootsmann stellte sich als lustig und freundlich heraus.


„Die Tiere schienen sich nicht im geringsten an uns zu stören und kamen uns regelmäßig so nah, dass wir sie berühren konnten. Und das beste an der Sache war, dass wir die Fische ganz für uns hatten.“

Wenige Minuten später entdeckten wir erneut einen Walhai und wir waren wieder im Wasser. Diese Prozedur wiederholte sich einige Male. Plötzlich war nicht nur einer, sondern ganze sieben Stück um uns herum! Große und kleine! Sie tauchten immer mal wieder zur Oberfläche, dann wieder etwas weiter herunter. Das Wasser war an dieser Stelle so tief, dass kein Boden zu sehen war, nur die Dunkelheit unter uns. Man wusste gar nicht wo man hinsehen sollte, egal wohin man sich drehte: Überall Walhaie! Da sie dabei waren ihren Hunger zu stillen, schwammen sie mit aufgerissenem Maul umher. Mehrmals drehte ich mich um und einer dieser gepunkteten Gesellen schwamm, nur knappe 2 Meter von mir entfernt, mit offenem Maul direkt auf mich zu! Da bekam ich schon leicht Angst, zwar frisst ein Walhai ausschließlich Plankton, aber ein Mensch könnte trotzdem locker versehentlich ins Maul passen. Immerhin war der Kleinste dort um die 7 m lang. Die Tiere schienen sich nicht im geringsten an uns zu stören und kamen uns regelmäßig so nah, dass wir sie berühren konnten. Und das beste an der Sache war, dass wir die Fische ganz für uns hatten.
Ich hätte ewig im Wasser bleiben können! Doch leider mussten wir nach ungefähr einer Stunde wieder umkehren.


Zwar ist die Tour komplett außerplanmäßig verlaufen, doch im Nachhinein war es perfekt! In diesem alten, abenteuerlichen Boot, ganz alleine mitten auf dem Wasser. Und so viele Walhaie! Einfach traumhaft!

Ob man noch irgendwo auf der Welt so viele Fische dieser Art in freier Natur und ohne Massen an anderen Touristen beobachten kann? Ich bezweifle es.

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