Philippinen

Surfing Siargao

26. Januar 2015

Klares, türkises Wasser, weißer Sandstrand, Palmen, Hängematten und – tausende andere Touristen mit denen man sich dieses Paradies teilen muss. Verkäufer, Massen an Guest Houses, Touranbieter und nachts Party wo man auch hinsieht. Nicht gerade paradiesisch. Heutzutage noch eine wahre Trauminsel zu finden ist nicht ganz so einfach – zumindest wenn man sich kein Luxusresort auf Bora Bora leisten kann. Doch für alle, die wenig Geld haben und eine Trauminsel suchen, die weitgehend vom Tourismus verschont geblieben ist; vielleicht auch gerne surfen (oder es lernen möchten) und die auf wahre Abenteuer aus sind, haben wir einen Geheimtipp: Siargao Island, im Osten der Philippinen!

Siargao ist vor allem bei Surfern bekannt. In den späten 80er Jahren entdeckten zwei Australier nahe dem kleinen Städtchen General Luna auf Siargao die inzwischen berühmte Welle „Cloud 9“. Jedes Jahr findet dort ein internationaler Surf Contest statt und auch die Red Hot Chili Peppers kamen schon nach Cloud 9 zum surfen.

Es gibt einige schöne Guesthouses und „Resorts“, alle relativ günstig. Wir haben eine Woche im Kermit Surf and Kite Resort in General Luna – einem kleinen Dörfchen, um welches sich die meisten Unterkünfte versammeln – verbracht und es dort einfach nur geniessen können! Von dort aus sind Cloud 9 und einige andere Surfspots innerhalb von wenigen Minuten mit dem Motorbike zu erreichen, zudem ist ein traumhafter Strand nur 300m entfernt. Und wenn ich traumhaft sage, dann meine ich das auch so!
Für ungefähr 10€ pro Person und Nacht bekommt man hier Beachstyle-Bungalows. Das Resort besteht nur aus 6 Bungalows und bietet daher eine schöne, familiäre Atmosphäre. Jeden Morgen darf man sich auf ein reichhaltiges Frühstück freuen, welches im Preis mit inbegriffen ist. Abends gibt es waschechte Steinofenpizza und günstige Cocktails- ein Traum, nach so vielen Wochen grausigen, philippinischen Essens! Zudem werden Surflessons, Boardverleih, Bikerental und private Inseltouren angeboten.

IMG_3368


 IMG_3388


10942261_880057518681755_971844549_n


Rastalocken, an Bikes geschnallte Surfboards und lebensfrohe Filipinos sind hier Alltag. Zwar kommen in erster Linie ausschließlich passionierte Surfer nach Siargao, doch gelegentlich trifft man auch auf Nichtsurfer. Von den unzähligen Surfspots sind  einige wenige auch für Anfänger gut geeignet – bis auf, dass die Wellen hier überall auf Korallen brechen und man sich so leicht verletzen kann.

„Während wir auf dem Board im klaren, blauen Wasser lagen, auf eine Welle warteten und auf den Palmen übersäten Strand blickten war uns klar: Wir hatten unsere Trauminsel gefunden!“

Da unsere letzten Surfversuche schon etliche Monate zurück lagen, nahmen wir uns für den ersten Tag einen Surfinstructor um die Grundlagen wieder aufzufrischen. Hierfür ging es an den Surfspot „G1“, der über einen abenteuerlichen Pfad durch Palmenwälder mit dem Bike erreichbar ist. Während die geläufigeren Spots bei Cloud 9 um die High Tide besonders überfüllt sind, waren bei G1 kaum Surfer zu finden. Dass wir beide nur sehr spärliche Erfahrung mit solchen Bikes hatten, erwies sich als kein Problem, Führerscheinkontrollen oder ähnliches, ganz zu schweigen von Helmpflicht, gibt es nicht. Zwar gestalteten sich die ersten Kilometer als extrem wackelig (wir hatten ja 2 Boards dabei) und um ein Haar hätten wir einen unschuldigen Fußgänger auf die Fins der Surfboards aufgespießt, doch wir erreichten den Strand unversehrt.

DCIM100GOPRO


Da unsere letzten Surfversuche schon etliche Monate zurück lagen, nahmen wir uns für den ersten Tag einen Surfinstructor um die Grundlagen wieder aufzufrischen. Hierfür ging es an den Surfspot „G1“, der über einen abenteuerlichen Pfad durch Palmenwälder mit dem Bike erreichbar ist. Während die geläufigeren Spots bei Cloud 9 um die High Tide besonders überfüllt sind, waren bei G1 kaum Surfer zu finden. Dass wir beide nur sehr spärliche Erfahrung mit solchen Bikes hatten, erwies sich als kein Problem. Zwar gestalteten sich die ersten Kilometer als extrem wackelig (wir hatten ja 2 Boards dabei) und wir rissen fast einen armen Fußgänger mit, doch wir erreichten den Strand unversehrt.

„Auch die Anfeuerungsrufe der einheimischen, im Wasser herumtollenden Kinder zauberten uns immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht.“

Auch das Surfen klappte überraschend gut. Wir erwischten fast jede Welle ( wenn auch manchmal mit einem kleinen Schub des Instructors, falls man zu langsam paddelte) und während wir auf dem Board im klaren, blauen Wasser lagen, auf eine Welle warteten und auf den Palmen übersäten Strand blickten war uns klar: Wir hatten unsere Trauminsel gefunden! Auch die Anfeuerungsrufe der einheimischen, im Wasser herumtollenden Kinder zauberten uns immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht und so kehrten wir immer wieder zu G1 zurück – um nachmittags ausgepowert, glücklich und mit knallrotem Rücken im Resort einzutreffen.

IMG_3398 IMG_3381

IMG_3375


Natürlich setzte nach einigen Tagen der Muskelkater ein. Zudem wollte die Sonne plötzlich nicht mehr hinter der Wolkendecke hervorschauen, also entschlossen wir uns zu einer Erkundungstour der Insel. Gemeinsam mit einem Spanier und einer Amerikanerin, mit welchen wir die Abende bei Kerzenlicht und Kartenspielen verbrachten, machten wir uns auf den Weg zu den Rockpools am anderen Ende der Insel. Diesmal ergriff ich dann doch die Chance, das Bike auch ein mal selbst zu fahren und es machte mir unglaublichen Spaß.

IMG_3414


„Der Weg führte uns durch chaotische philippinische Kleinstädte, vorbei an Reisfeldern und Wasserbüffeln.“

Gleich zu Beginn unserer Tour machte sich ein Platten an unserem Motorbike bemerkbar, wodurch wir nahe unseres Surfspots G1 eine Zwangspause einlegen mussten. In einer Werkstatt ließen wir danach schauen und wir stellten fest, dass ein neuer Schlauch benötigt wird, den es nur in der nächst größeren Stadt zu kaufen gibt. Nach ungefähr 30 Minuten waren wir wieder zurück bei der Werkstatt, konnten den Platten fixen und die Fahrt fortsetzen. Was wir damals noch nicht ahnten war, dass dies nicht unser einziger Werkstattbesuch sein würde – einen Tag später standen wir dort wieder auf der Matte, diesmal aber aus Eigenverschuldung…).
Der Weg führte uns durch chaotische philippinische Kleinstädte, vorbei an Reisfeldern und Wasserbüffeln, dem Flughafen und durch kleine Provinzen, bis wir nach ungefähr 2 Stunden an den Rockpools ankamen. Zwar war die Ebbe noch nicht ganz da, doch trotzdem war der Rockpool unglaublich schön zum Baden!

IMG_3436 IMG_3418 IMG_3410 IMG_3404IMG_3395


Unsere Zeit auf Siargao verging eindeutig viel zu schnell. Es gibt so viele Dinge, die es dort noch zu sehen und zu tun gibt: Eine Inseltour, eine Lagune voller ungiftiger Quallen mit denen man schwimmen kann, weitere Surfspots ausprobieren.. Wer hier her kommt, den wird nach der Abreise das drängende Gefühl zurückzukehren nicht mehr los.Das Gefühl auf dem Bike mit Boards ausgerüstet durch den Palmenwald zu düsen, das leckere Essen, das kristallklare Wasser. Für uns steht fest: Wir kommen definitiv zurück!

You Might Also Like

Keine Kommentare

Kommentieren? Sehr gerne!

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen