Australien

Segeltrip um die Whitsundays

8. November 2014

Nach unserem Surfkurs in Agnes Water bekamen wir den Tipp für ein Segelangebot auf den Whitsundays.
Auf der Australischen Seite Bookme gibt es Specials rund um Airlie Beach, Townsville und Cairns.

Wir buchten ziemlich spontan eine 3 Tages und 2 Nächte Segeltour auf der Mandrake. Dafür zahlten wir knapp $230 pro Person, also ziemlich günstig!
Ein paar Tage später schauten wir nach Erfahrungsberichte bezüglich des Trips und die sorgten für Ernüchterung.
Der Trip sei, allgemein formuliert, der absolute Reinfall, alles wäre beschissen.

Naja, der Trip war gebucht und hier findet ihr unseren Erfahrungsbericht der Tour!


Infos zur Tour:

Wenn man die Rezessionen im Internet liest wird sich immer über das gleiche beschwert – das Essen, das Schiff, das Personal. Man liest von Personen, die beim Essen angeblich 20 Kakerlaken „weggesmasht“ haben oder von Leuten, die in nassen Betten schlafen mussten. Wir versuchen, ein wenig aufzuklären:

Das Essen

Über das Essen konnte man sich überhaupt nicht beschweren, es traf auch genau auf einige Rezessionen zu: Es gab Spaghetti Bolognese am ersten Tag, Hot Dogs am zweiten. Zwischendurch Snacks wie Meat Pies und Würstchen, Süßigkeiten, zum Frühstück Müsli, Sandwiches und vieles mehr.
Wenn man also nicht mit zu hohen Erwartungen ankommt, die anscheinend manche zu verwöhnten Backpacker haben, wird man auch nicht enttäuscht.

Das Personal

War auch vollkommen zuvorkommend und freundlich. Beide gaben sich größte Mühe damit sich jeder wohlfühlen konnte. Also auch das ging total in Ordnung

Die Kojen

Da gibt’s einen Haken: Schaut, dass ihr die hinteren Kojen bekommt, sprich an der Küche! Bei den vorderen gab es das Problem, dass die Luke dort ein wenig undicht war und gelegentlich bei der Fahrt Wasser herein kam und die Matratzen nass wurden. Zudem befand sich die Toilette dort, sprich es stank ab Tag 2 ordentlich, da eine Schiffstoilette doch ein wenig anders ist.

Das Schiff

Das Schiff war in Ordnung. Macht auf den ersten Blick einen etwas mickrigen Eindruck unter den anderen schönen Segelbooten, doch für den Preis vollkommen in Ordnung.

Die Tour

War ebenfalls echt gut. Der Captain bot manchmal unterschiedliche Dinge an, sodass jeder entscheiden konnte was er möchte. Zudem sah man alles wesentliche, was es dort zu sehen gibt.


Bericht

Los ging’s ab Airlie Beach. Am Tag davor schauten wir am Büro vorbei wo wir sozusagen ein Briefing hatten. Der Mann an der Theke machte einen etwas genervten Eindruck und als wir auf die Liste schauten die wir bekamen, auf der alles stand was man mitbringen sollte und „Goon“ lasen dachten wir nur, dass das was werden kann!

Am nächsten Tag traf man sich dann am Hafen. Außer uns waren eine Reihe anderer Backpacker da, von 15 Leuten alle außer zwei ausschließlich deutsch.
Wir bekamen unsere Wetsuits und gingen mit unserem Captain zum Schiff. Man lief durch den Hafen und war gespannt was einen erwartet, die Schiffe sahen alle ganz schön und groß aus. Bei unserem angekommen war man dann erst einmal etwas enttäuscht, da es deutlich kleiner war und einen ungepflegteren Anschein machte.

Doch an Bord angekommen war trotzdem alles in Ordnung. Wir bezogen die Kojen und versammelten uns wieder an Bord um loszufahren.
Der Captain war wirklich nett und sorgte für entspanntes Klima. Langsam fuhren wir aus dem Hafen und ein wenig später wurden die Segel geöffnet und es ging los! Der erste Tag war vom Wellengang etwas ruhiger, sodass die Segeltour richtig entspannt war.
An Bord sorgte eine schwedische Backpackerin, die hier arbeite, dauerhaft für kleine Snacks wie zum Beispiel Kekse.
Nach ungefähr 3 oder 4 Stunden Segelfahrt erreichten wir auch schon unser erstes Nachtlager, eine Bucht zwischen Whitsunday und Hook Island.

Whitsunday Whitsunday Whitsunday


Am nächsten Morgen fuhr unser Captain um 5:30 Uhr weiter, damit wir ziemlich früh am Whitehaven Beach ankommen konnten. Dort setzte er uns ab und wir hatten insgesamt ungefähr 3 Stunden Zeit uns aufzuhalten.

Unser Boot (Mandrake) war unter Anderem auch als das „Rentnerboot“ bekannt. Das wussten wir zwar davor nicht, doch spätestens am nächsten Morgen am Whitehaven Beach hatte niemand mehr dagegen was auszusetzen. Während all die Anderen, 50+ – Personen – Gruppen, einen vollkommen verkaterten Eindruck machten und gezwungen waren bei Gruppenspielen und Fotoshootings mitzumachen, die einem Kindergeburtstagsfeier aus der Grundschule nahe kamen, konnten wir entspannt tun und lassen was wir wollten. Der Himmel war zu dieser Zeit noch etwas bewölkt sodass es zum Baden ziemlich kühl war.

Die letzte halbe Stunde bevor wir wieder auf’s Boot sollten klarte es dann immer mehr auf und man konnte das einzigartige Sandbänke – Muster des Whitehaven Beaches sehen.

Whitsunday


Weiter ging’s zu einem Schnorchelspot. Auf dem Weg dorthin konnte man sich entspannt an Bord bräunen und die Wärme genießen, denn die sollte im Wasser wieder ganz schnell verschwinden, das zu dieser Jahreszeit (Juni) doch schon deutlich kühler als im Sommer war.

So langsam begann das Boot im Wellengang auch unglaublich zu schaukeln, sodass niemand wirklich beim Lunch die Lust hatte, etwas zu essen. Es muss wohl an dem Schwindelgefühl oder an den Meat Pies gelegen haben, oder vielleicht auch an beidem. Jedenfalls wäre es glatter Selbstmord gewesen in die Kojen hinabzusteigen, denn da hätte ich mich zu 100% zu dem Zeitpunkt übergeben.

Am späten Nachmittag fuhren wir nochmals an einen Schnorchelspot wo sich wegen der Kälte nicht alle ins Wasser trauten. Danach gings auf eine kleinere Insel, um den Sonnenuntergang zu beobachten.

 Whitsunday


Ein Unwetter beendete diesen Ausflug aber ziemlich schnell und jeder war froh, rechtzeitig zurück zum Segelboot gekommen zu sein.
Abends saß man gemütlich zusammen, hörte Musik und trank etwas zusammen.

Für den nächsten Tag stand noch das Schnorcheln mit den Schildkröten an, das durch die Eiseskälte des Wassers trotz Wetsuits die Euphorie etwas in Grenzen hielt.
Man freute sich trotzdem diese schönen Tiere beim Schnorcheln gesehen zu haben. Danach steuerte unser Captain langsam wieder die Rückfahrt nach Airlie Beach an.

Whitsunday Whitsunday


Schließlich kamen wir wieder in Airlie Beach an, alles in Allem war der Trip wirklich gut. Trotzdem war man wieder erleichert, als man den festen Boden unter den Füßen hatte.

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