Vietnam

Durchs Mekong Delta über die Grenze nach Kambodscha

16. Februar 2015

Uns viel sofort auf, dass die Vietnamesen hier im Mekong Delta anders sind als weiter nördlich: Sie lächeln, sind lieb und freundlich und man kann sie beim tratschen und Herumalbern beobachten. So etwas ist uns bisher in Vietnam nicht passiert; wir haben die Einheimischen eher als sehr verschlossen und unfreundlich aufgefasst.

Am Tag der Bootstour trafen wir unseren Bootsführer um 5:30 Uhr morgens. Er führte uns zu einem kleinen Holzsteg, an dem einige Holzbötchen lagen. Wir machten es uns bequem und er fuhr uns den Fluss hinauf. Da es noch dunkel war, konnten wir den Sonnenaufgang vom Fluss aus miterleben.

Schon bald trafen wir beim ersten schwimmenden Markt ein. Can Tho ist bekannt für seine schwimmenden Märkte, die mitten auf den Flüssen stattfinden. Eine Menge kleiner Holzboote, größerer Boote und Hausboote drängelte sich hier; alle voll beladen mit Obst, Gemüse, Blumen oder Sonstigem. Anhand eines Holzsteckens, an den oben z.B. eine Zwiebel gebunden war, konnte man erkennen wo Zwiebeln verkauft wurden. Sogar kleine Kiosk-Boote, die Tee, Kaffee und Softdrinks verkauften, sowie Pho- Boote, die Nudelsuppen verkauften, gab es hier.
Insgesamt ein riesiges Gewusel: Die Leute schrien herum, kauften und verkauften fleißig.

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Weiter ging es zu einer kleinen Reisnudelfabrik, man sollte aber doch eher Werkstatt dazu sagen. Ungefähr 8 Vietnamesen stellten hier Reispfannkuchen her, die sie in der Sonne trockneten und dann zu Nudeln schnitten. Eine kurze Kaffeepause und weiter ging es zum nächsten Markt. Dieser unterschied sich kaum vom Vorigen, nur etwas kleiner war er. Ich muss sagen ich hatte mir die schwimmenden Märkte allgemein größer vorgestellt, als sie es in der Realität sind.

Nun lenkte unser Bootsmann das Boot in einen kleinen Seitenkanal. Mehrere Stunden schipperten wir durch das Kanalnetz, umrandet von Bananenstauden und Reisfeldern. Immer mal wieder tauchten Häuschen am Ufer auf; hier konnte man den Frauen beim Waschen auf dem Steg vor der Haustüre zusehen, es war ja noch morgens! Als Snack überreichte unser Bootsmann uns ein Stück Wassermelone – Sie war innen gelb! Aber sie schmeckte exakt wie eine rote Melone.

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Am Folgetag gings nach Chau Doc, von wo aus wir das Speedboat nach Kambodscha nahmen. Die Fahrt dauerte ungefähr 7h. Bei der kambodschanischen Grenze angekommen, wurden die Pässe eingesammelt und wir mussten alle eine halbe Stunde in einem Häuschen am Ufer warten. Dann brachte man uns 200m weiter flussaufwärts zu den kambodschanischen Beamten: Sie saßen gemütlich in einer Art Gartenanlage, mit Seerosenteich und Allem, in kleinen Holzpavillions und klebten die Visa ein. Den Einreisestempel musste man sich wenige Meter weiter an einer Hütte abholen, in der im Hintergrund „Americal Idol“ lief. Welcome to Cambodia!

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