Fidschi

Familienfeier auf Fidschi

22. November 2014

Da saßen wir nun, mal wieder im Bus, der uns von den Locals zurück nach Nadi bringen sollte.
Beim Kava trinken hatte ich mir Halsweh eingefangen und so versuchte ich im überklimatisierten Bus meinen Hals vor der Kälte zu schützen.
Abends kamen wir dann im Bamboo Backpackers an. Dort wurden wir schon von Rico sehnsüchtig erwartet, der vor knapp 15 Tagen unsere Reise mit uns geplant hatte.
Da wir die ersten waren die seine Familie als Touristen besucht hatten war er ebenso gespannt wie das Leben bei ihm daheim so läuft. Und da wir nun sozusagen Familienmitglieder waren lud er uns gleich auf eine Familienfeier ein, die am Abend stattfinden sollte.

Es handelte sich dabei um eine durchaus lustige Veranstaltung: Rico’s Verwandtschaft feierte des öfteren im großen Kreis Kavasaufzeremonien, wo Geld für einen guten Zweck zusammenkommt.
Und zwar lief das folgendermaßen ab: Im Zentrum des Kreises an der Kava Quelle sitzt der Geld – Sammler. Nun können Leute heimlich Geld „spenden“ und dazu eine Person auffordern, Kava zu trinken. Dieses Geld fließt dann anonym per stille Post in die Mitte zum Sammler und dieser fordert die genannte Person zum trinken auf. Und so sollte es den ganzen Abend gehen.
Dieses Mal wäre zusätzlich eine in Fidschi bekannte Musikgruppe dabei, die wirklich extrem gute Musik machten und einen Song für einen verstorbenen Verwandten proben wollten, der im Radio dann kommen sollte.

Das hörte sich alles ziemlich spannend an und somit beschlossen wir mitzukommen. Vielleicht ist das ganze Kava ja gut für meinen Hals. Zuvor gingen wir noch zu Mama Pizza in Nadi Pizza essen. Da spürte ich schon dass, egal wie viel Kava ich trinken würde, mein Halsweh nicht besser werden würde.


Angekommen bei der Feier wurde dann ordentlich Kava gebechert. Ich muss dazu sagen, dass dieses Dreckbraune Wasser mir eigentlich ganz „gut“ schmeckte, anders als so manchen Fidschianern.

Kava soll ja etwas berauschen, doch irgendwie spürte man davon nie was. Es entspannte mit viel Vorstellung vielleicht ein wenig, umso lustiger war’s dann immer wenn die Einheimischen uns fürsorglich fragten ob denn noch alles okay sei, wie es deutsche Eltern mit ihren 12 jährigen Kindern machen würden, wenn sie zu viel Robby Bubble getrunken hätten.

Viel Kava mussten wir eben auch deswegen trinken, weil viele Bekannte von Rico es ganz lustig fanden wenn wir Touries im Kava ertrinken würden. Wir gaben uns hartnäckig und zahlten immer ordentlich mit, dass Rico den „Tsunami“ trinken musste. Den „Tsunami“ lernt man ganz automatisch auf Fidschi kennen, da er dort bei allen Einheimischen ziemlich bekannt und populär ist.
Darunter verstand man eine riesige Kokosschale, die bis oben hin mit Kava gefüllt ist. Damit man ein Maß hat schätze ich, dass darin ungefähr ein halber Liter Kava Platz findet, wenn nicht sogar mehr. Das ist vielleicht nicht viel, summiert sich jedoch ordentlich, daher besuchte ich an dem Abend mindestens 5 Mal die Toilette.

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Wir fühlten uns wirklich geehrt, dass Rico uns zu dieser Veranstaltung mitnahm. Wir waren dort die einzigen Touristen. All die anderen wohnten in Nadi und wie sich später herausstellte arbeiteten sehr viele davon sogar am Flughafen!
Somit hatte ich 7 Tage später bei der Abreise das Gefühl, viele bekannte Gesichter wieder zu sehen.

Hier noch ein kleines Video, das wir bei dieser Feier aufgenommen hatten!

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