Kambodscha

Chi Phat – 3 Tage Mountainbiken im Regenwald

26. Februar 2015

Nach einigen erholsamen Tagen am Strand auf Koh Rong ging es für uns in den Regenwald. Genauer gesagt nach Chi Phat, ein kleines Dorf in der Nähe der Cardamom Mountains. Chi Phat hat sich vor einigen Jahren dem Ökotourismus geöffnet um somit das illegale Holzfällen im Wald zu bekämpfen. Insgesamt läuft das sogenannte „Community based ecotourism project“ sehr gut und beschäftigt rund 250 der nur 3000 Einwohner dort. Dort hin kommt man nur per Boot oder Bike, wir wählten die günstigere und kürzere Bikefahrt.

Bei Ankunft mussten wir bei einem Office – einem netten Holzpavillion- vorbeischauen. Wir konnten uns entscheiden, ob wir in einem Homestay ($4), einem Guesthouse ($6) oder einem Bungalow ($10) nächtigen wollten. Wir entschieden uns für ein Guesthouse und wurden einer netten Unterkunft zugeteilt.

 

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Chi Phat selbst ist klein und friedlich, doch das eigentliche Highlight hier ist der angrenzende Regenwald. Es werden ein- und mehrtägige Touren angeboten: Trekken, Mountainbiken, Kajaken. Gemeinsam mit zwei anderen Deutschen entschieden wir uns für die 3-tägige MTB-Tour. Bike, 40L-Rucksack, Hängematte und Decke sowie 3L Wasser wurden gestellt.

Zusammen mit einem Guide, der leider kein Wort Englisch konnte, und einem Koch, ebenfalls keine Englischkenntnisse, fuhren wir am nächsten Morgen aus Chi Phat heraus. Der Weg führte uns durch Bananenplantagen, Gestrüpp und Felder. Mittags hielten wir an einem großen Wasserfall, wo erst einmal abgekühlt und geduscht wurde (morgens ging das Wasser im Guesthouse nicht). Dann gab es Lunch: Reis mit gekochtem Gemüse.

 

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Geschlafen wurde in einem Camp: Eine simple, überdachte Holztribüne. Dort wurden die Hängematten (die glücklicherweise mit Moskitonetzen versehen waren) aufgehangen. Nach einem gemütlichen Abendessen (Reis mit Gemüse, was sonst) saßen wir noch etwas im Kerzenschein zusammen und genossen die Geräuschkulisse.

Der zweite Tag gestaltete sich extrem anstrengend. Teilweise war der Weg so steil, dass wir die Räder schieben mussten, was aber leider noch anstrengender war als zu fahren. Ich hatte das Gefühl, nach jeder Kurve ging es immer noch ein Stück bergauf, es wollte einfach kein Ende nehmen! Inzwischen waren wir tiefer im Regenwald angekommen. Die heißen Temperaturen (35 Grad +) und vor allem die Schwüle waren unerträglich und wir waren den gesamten Tag von Kopf bis Fuß in Schweiß gebadet. Der Pfad, auf dem wir fuhren, hatte es in sich: Viele Sandgruben, tiefe, durch Wasser geformte Furchen und große Steine machten auch das bergab fahren nicht gerade angenehm. Gelegentlich fuhren wir durch Bambuswälder, in denen die Bambussträucher so tief hingen, dass man sich in regelmäßigen Abständen bücken musste und trotzdem immer mit dem Rucksack irgendwo hängen blieb. Zudem riss die Kette des Fahrrads von einem der anderen Zwei immer mal wieder. Als wir nachmittags endlich, endlich im Camp ankamen, war ich fix und fertig. Glücklicherweise lag dieses Camp direkt an einem Wasserfall und wir gönnten uns alle erst mal eine Abkühlung.

 

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Ich konnte erstaunlich gut in meiner Hängematte schlafen, nur das Gefühl mitten im Regenwald ohne jeglichen Schutz zu schlafen war ungewohnt. Während man wach liegt kommt Einem jedes neue Geräusch komisch vor und wir wurden alle leicht paranoid. Zudem huschten konstant Ratten unter dem Holzboden herum.

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Nach dem Frühstück (Instant-Noodles mit Gemüse und Ei, was für eine Abwechslung!) machten wir uns auf den Rückweg. Wir kamen durch ein Dorf hindurch, welches aus einigen, verstreut gelegenen Hüttchen und Plantagen bestand. Hier deckten wir uns mit Wasser ein und radelten lockere 14Km zurück nach Chi Phat.

Insgesamt hat uns diese Tour 80 USD pro Person gekostet und wir sind 70Km gefahren. Es waren 3 schöne, wenn auch sehr anstrengende Tage. Nur schade fanden wir, dass der Guide uns Nichts erklären konnte und man durch die Geschwindigkeit keine Tiere beobachten konnte.

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