Nepal

Annapurna Circuit Part 1 – Von Bhulbhule nach Upper Pisang

11. April 2015

Dichte, subtropische Wälder, tannenbewachsene Täler, alpine Schnee- und karge Gerölllandschaften. Friedliche Bergdörfer, Yakherden und leckere Apfelkuchen auf 3500m. Der Annapurna Circuit zählt zu den schönsten Trekkingrouten der Welt.

Den Höhepunkt des knapp 300Km langen Treks erreicht man auf dem Thorong La Pass, der mit 5416 Meter einer der höchsten Pässe der Welt ist. Wie der Name des Treks schon verrät läuft man einmal um das Annapurna Massiv, welches aus den Annapurnas, Annapurna I (8091m), Annapurna II (7937m), Annapurna III (7555m), Annapurna IV (7525m) und einigen anderen Bergen wie dem Machhapuchhre (6993m) besteht.

Außerdem bekommt man auf dem Trek eine schöne Sicht auf die angrenzenden 8000er Manaslu (8163m) und Dhaulagiri (8167m) und begibt sich in die Kali Gandaki, die tiefste Schlucht der Erde, welche zwischen Dhaulagiri und Annapurna I liegt.

Schon vor Beginn unserer Reise stand der Trek ganz oben auf unserer To-Do-Liste und im Nachhinein war er ein absolutes Highlight. Wir hatten beschlossen dieses 18-tägige Abenteuer ohne Guide/Porter auf uns zu nehmen – hier erzählen wir euch ausführlich davon!


Unsere Etappen:

Tag 1 und 2: Bhulbhule (840m) – Jagat (1300m) – Bagarchap (2160m)

Tag 3 und 4: Bagarchap (2160m) – Chame (2670m) – Upper Pisang (3300m)

Tag 5 und 6: Upper Pisang (3300m) – Nawal (3660m) – Manang (3540m)

Tag 7 und 8: Akklimatisationstag in Manang (3540m) und Aufstieg nach Ledar (4200m)

Tag 9 und 10: Ledar (4200m) – High Camp (4925m) – Thorong La Pass (5416m) – Muktinath (3760m)

Tag 11 und 12: Muktinath (3760m) – Jomsom (2760m) – Marpha (2670m)

Tag 13 und 14: Marpha (2670m) – Kalopani (2530m) – Tat0pani (1190m)

Tag 15 bis 17: Tatopani (1190m) – Gorepani (2860m) – Tadapani (2630m) – Ghandruk (1940m)

Annapurna 00


Tag 1 und 2: Von Bhulbhule (840m) über Jagat (1300m) nach Bagarchap (2160m)

5:50 Uhr – der Wecker klingelt. An dieses morgendliche Szenario sollten wir uns die nächsten Tage wohl gewöhnen müssen. Überraschenderweise waren wir die Ersten, die zu dieser Uhrzeit schon wach waren und frühstückten.
Der Morgen war bewölkt doch ganz weit in der Ferne ließen sich schon schneebedeckte Gipfel ausmachen. Die ersten Kilometer führten an einer nicht allzuschönen Straße entlang, welche unregelmäßig von Jeeps und LKW’s befahren wurde. Immer mal wieder tauchten chinesische Baustellen auf – hier wird wohl ein Damm gebaut.

Nach ungefähr 1 1/2 Stunden erreichten wir eine Abzweigung. Auch wenn ein paar Trekker mit ihren Guides, die vor uns liefen, über die Brücke gingen entschieden wir uns den originalen Weg bergauf nach Bahundanda zu laufen.
Dieser Streckenabschnitt bietet einige schöne Aussichten auf das Tal und auf Feldterassen ist aber auch anstrengend, da man ungefähr 450 Höhenmeter nach Bahundanda (1310m) aufsteigen muss. Dort erwartet Einen der erste TIMS – Checkpost, ein Kontrollpunkt an dem man sein Trekking – Permit zeigen muss. Hier machten wir eine kleine Pause bevor wir wieder absteigen mussten. Während eines Fotostops beim Abstieg kam ein kleiner, alter Nepali mit einer unglaublich hohen Piepsstimme und der typischen, bunten Kappe auf dem Kopf zu uns. Er grinste durchgängig und er sagte er wolle ein Foto von sich. Als er dann aber dafür seine Hand nach einem Bakshisch ausstreckte, sahen wir, dass wir davon kamen. Zum Glück waren wir schneller als er und somit hatten wir ihn ziemlich schnell abgehängt.
Nach dem Abstieg führte der Weg eben weiter nach Ghermu Phant. Auch hier hat man immer wieder sehr schöne Aussichten auf das Tal und die umliegenden Felder.

Annapurna 01Blick vom Ortsausgang bei Bahundanda auf das Tal


Gegen Mittag überraschte uns dann ein leichter Nieselregen. Bewaffnet mit Regencape für Rucksack und Regenjacke setzten wir unseren Trek fort bis wir schließlich pünktlich zur Mittagszeit in Syange auf 1100 Meter ankamen.
Hier hatten wir den Großteil der Tagesetappe bereits hinter uns, denn von Syange muss man lediglich ungefähr 1 1/2 Stunden nach Jagat aufsteigen.
Frisch gestärkt durch Dal Bhat gingen wir dann das letzte Stück unseres ersten Tages an. Der Regen wurde ein wenig stärker und wir freuten uns schon darauf endlich anzukommen und hoffentlich eine warme Dusche nehmen zu können.
Gegen 16 Uhr hatten wir unsere erste Tagesetappe endlich geschafft, Jagat auf 1300 Meter war erreicht. Zugegebenermaßen hatten wir uns dieses erste Stückchen leichter vorgestellt und auch kürzer! Dass der Rucksack schon so schnell so schwer werden würde hatten wir auch nicht erwartet. Immerhin waren wir ungefähr 7 Stunden und 45 Minuten mit Pausen unterwegs gewesen.

Von einer freundlichen nepalesischen Frau wurden wir in ihr Guesthouse begleitet. Leider hatte dieses eine Solardusche, die nur bei Sonnenschein funktioniert. Verdammt! Zum Glück konnte sie uns zwei Thermosbehälter mit heißem Wasser zum Duschen geben, denn das normale Flusswasser hat hier ungefähr 5 Grad.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit ausruhen, wärmen und Abendessen – natürlich wieder Dal Bhat. Manche Reisende können das nepalesische Nationalgericht schon nach dem ersten Tag nicht mehr sehen – wir aber liebten es. Dal Bhat heißt so viel wie „Reis und Linsen“ und das sind auch die Hauptbestandteile des Gerichts. Gemeint ist eine Art Linsencurry mit Reis, wozu es zudem ein Gemüsecurry (saisonalem Gemüse wie Kartoffeln und Blumenkohl), einer scharfen Paste und einem Papad serviert wird.
Es ist einfach ein leckeres und ausgewogenes Essen. Und das Beste: Dal Bhat beinhaltet immer „all you can eat“ – man bekommt immer mindestens einmal Nachschlag so viel man möchte!

Wir kamen mit zwei 19 und 20 jährigen Deutschen ins Gespräch, die mit einem Porter-guide unterwegs waren. Dieser sprach nur wenige Worte Englisch und es war sein erstes Mal hier im Annapurna Gebiet, wodurch er keinen Plan davon hatte welche Wege die Richtigen sind. Außerdem war er zuvor noch nie als Porter tätig. Immerhin hatten sie es doch irgendwie nach Jagat geschafft und lernte freudig deutsche Vokabeln.

Annapurna 04Endlich da! Blick auf Jagat


Am nächsten Morgen gings wieder gegen 7 Uhr los. Es war zwar bewölkt jedoch schien das Wetter heute besser zu sein. Unser heutiges Tagesziel war Bagarchhap.
Entlang der Straße kommt man von Jagat nach ungefähr einer Stunde in Chamje an, von wo aus eine Brücke auf die andere Seite des Flusses führt. Unmittelbar nach der Flussüberquerung wartet ein etwas steilerer Aufstieg nach Sattale auf 1680m. Hier sind die schneebedeckten Gipfel in der Ferne schon deutlich näher gekommen. Ab und zu ließ sich heute auch die Sonne blicken sodass man die Aussicht noch besser genießen konnte.

Vor der Ortschaft Tal folgte erneut ein anstrengender Aufstieg. Dann waren wir auch schon auf 1700 Metern angekommen und man konnte einen schönen Ausblick genießen. Die malerische Ortschaft Tal ist direkt am Flussbett in einem Tal gelegen – wie auch sonst.

Annapurna 07Blick auf die Ortschaft Tal


Hier machten einige Gruppen Pause, doch wir beschlossen noch weiter bis zur nächsten Ortschaft zu laufen, was, wie sich schnell herausstellte, ein großer Fehler war. Denn nach Tal kam erst einmal 1 1/2 Stunden Nichts und der Weg war anstrengend. Wir sehnten uns beide nach einem Teahouse zum einkehren. Schließlich kamen wir an einer Brücke an und konnten in der Ferne ein paar Steinhäuser sehen. Auf halbem Weg dorthin kamen wir an einem einsamen, verlassenen Restaurant ohne Stromanschluss vorbei.
Erleichtert genossen wir heißen Milk Tea und, natürlich, Dal Bhat. Wenn auch diesmal etwas improviesiert mit Krabbenchips anstatt Papad und einem Spiegelei.

Annapurna 06Das kleine Restaurant am Hang – unsere Rettung nach zwei Stunden Hungerleiden! Im Hintergrund die ersten gigantischen Gipfel


Von hier aus hatten wir noch ungefähr drei Stunden Strecke vor uns. Der Weg führte in einer ganz angenehmen Steigung immer weiter nach oben bis wir schließlich nach ca. zwei weiteren Stunden in Dharapani ankamen. Nun hatte man einen wunderbaren Blick auf einige Gipfel. Hier befindet sich ein weiterer TIMS Checkpost. Die meisten Leute hatten hier ihre Tagesetappe geschafft, unsere lag jedoch noch ungefähr 45 Minuten vor uns.

Gegen Ende hin wurde das Wetter wieder ein wenig schlechter. Auf dem letzten Abschnitt des Tages kamen uns noch zwei Trekker entgegen, die umgekehrt waren weil der Pass wegen schlechtem Wetter geschlossen war: Die letzten Tage hatte es in der Gegend um den Thorong La Pass unglaublich viel Neuschnee gegeben und somit war dieser unpassierbar. Zudem wäre es sehr gefährlich und deswegen würde er wohl noch einige Tage geschlossen sein. Wir konnten natürlich nur hoffen dass sich die Lage bis wir in ungefähr 8 Tagen dort ankommen würden verbesserte.

Endlich in Bagarchap auf 2160 Metern angekommen war auch der zweite Tag erfolgreich gemeistert. Heute waren wir ungefähr 8 Stunden mit Pausen unterwegs gewesen.

Annapurna 08Bagarchap


Hier hat sich die Vergetation schon deutlich geändert: Sind wir heute Morgen noch durch subtropischen Wald gestapft waren wir jetzt schon von Tannen und Kiefern umgeben. Auch die Temperaturen sind schon deutlich gefallen. Die „Gas Shower“ war nicht wirklich warm. Kalt duschen wenn man draußen in Daunenjacke herumläuftt – eine absolute Überwindung! Zum Glück hatten wir genügend wärmende Klamotten dabei sodass man sich anschließend bei einer Tasse Ingwertee wieder aufwärmen konnte.

In unserem Guesthouse befand sich noch eine Gruppe bestehend aus einer Deutschen, einem Amerikaner, einer Amerikanerin und einem Malaien, die sich über eine „Trekking – Partnerbörse“ gefunden hatten und eine recht lustige, bunte Konstellation waren.

Annapurna 09Typisches Zimmer in einer Lodge


Tag 3 und 4: Bagarchap (2160m) – Chame (2670m) – Upper Pisang (3300m)

Endlich Sonne! Der dritte Tag unseres Trek begann schon einmal hervorragend. Nach dem Frühstück bestehend aus tibetischem Brot mit Honig liefen wir wieder pünktlich um 7 Uhr los. Das tibetische Brot sieht aus wie ein großer, frittierter Donut und schmeckt ein wenig fettig und süß.
Von heute an sollte eine Mütze die alltägliche Begleitung sein.

Nach der ersten halben Stunde folgte ein steiler Aufstieg von 600 Metern nach Timang auf 2750 Metern. Hier hatte man einen wunderbaren Blick auf das östlich gelegene Manaslu Massiv, den ersten 8000er, den wir zu sehen bekamen!

Annapurna 10Aussicht nach dem ersten Aufstieg des Tages in Timang: Blick auf den ersten 8000er – den Manaslu (8163m)


Durch einen Tannenwald ging es an der Straße entlang bis nach Koto. Immer wieder bot sich ein atemberaubender Blick auf das Manaslu Massiv und später auch erstmals auf einen der Annapurnas, die Annapurna II mit 7937 Metern. Auf dem Weg sahen wir auch schon den ersten Schnee! Die Schneegrenze allgemein kam immer näher und näher.

Annapurna 11Weg nach Koto, vorbei an Thanchowk


Angekommen in Koto machten wir Lunch auf einer kleinen Dachterasse mit fantastischem Ausblick auf die beiden Giganten. Es schien als wären wir die ersten Trekker die Koto heute erreichten, denn irgendwie war niemand zum Mittagessen hier und auch sonst hatten wir noch nicht viele Trekker auf dem Weg gesehen. Lag wohl auch daran, dass wir im Vergleich zu manch anderen Gruppen früher losgelaufen waren.

Annapurna 12


Von hier aus war es noch ein 45 minütiger Walk bis nach Chame, dann war auch dieses Etappenziel erreicht. Wir suchten uns ein Guesthouse und waren tatsächlich die Ersten, die hier ankamen. Nach und nach trudelten immer mehr Trekker in Chame ein, allerdings waren wir mit zwei Anderen die einzigen Gäste in unserer Unterkunft.
Hier gab es endlich mal warme Gasduschen. Doch auch wenn das Wasser mit 35 Grad angenehm warm wurde, es kam kein richtig voller Strahl aus dem kleinen Heater sodass immer ein Teil des Körpers von der eiskalten Luft umgeben war und somit auch das warme Wasser das Duschen nicht gerade angenehm machte. Aber nicht meckern, wenigstens mal warmes Wasser!

Der heutige Tag war der erste kürzere, wir hatten schon nach knapp 6 Stunden Chame erreicht und hatten somit heute mehr Zeit zum entspannen und erholen. Nachmittags bot sich eine kleine Tour durch das gemütliche Dörfchen Chame an. Es tat richtig gut mal ohne Rucksack durch die Gassen zu schlendern. Hier traf man aller paar Meter auf Trekker, die man schon auf dem Weg kennengelernt hatte und konnte ein wenig über den Verlauf des Treks plaudern.

Annapurna 15

Abends versuchten wir zur Abwechslung zu Dal Bhat mal das lokale Gericht „Dhido“. Im Allgemeinen ist es genau gleich wie Dal Bhat, außer dass anstatt Reis ein Brei gemacht aus Buchweizen (buck wheat) serviert wird.
Es schmeckt zwar ganz gut jedoch bevorzugten wir die normale Version mit Reis. Auch wenn Dal Bhat das Nationalgericht Nepals ist und vor allem in den zivilisierten Regionen oftmals zwei Mal am Tag von den Nepalis gegessen wird: Dhido ist das eigentliche Essen der ländlichen Bevölkerung. Denn in den Bergen wird eigentlich kein Reis von den Locals gegessen, sondern eben der aus Buchweizen bestehende Brei. Reis sei, so ein Nepali, das „City Food“.

Annapurna 17Dhido, das local food. Wird oft und gerne von Guides und Portern gegessen


Am nächsten Morgen gingen wir wieder früh los. Deshalb beschloss ich erst, mein Thermooberteil anzulassen, da die Temperaturen nochmals gesunken waren. Ein großer Fehler! Denn schon nach 15 Minuten wurde mir so warm dass ich mich umziehen musste. Meine Haut dampfte regelrecht! Man darf eben die Körperwärme nicht unterschätzen…
Der Weg führte durch einen Nadelwald entlang der Straße. Mit jedem Meter kam man der Schneegrenze näher und schnell erreichten wir auch diese. Für die nächsten Tage sollte das auch so bleiben! Zum Glück hatten wir gute Wanderschuhe, manche Leute, wie zum Beispiel ein junger Mann aus Malaysia der uns überholte trekkten mit Turnschuhen!

Annapurna 16

Nach ungefähr zwei ein halb Stunden waren wir auf ca. 2850 Metern angekommen und hier lag dann endgültig meterhoher Schnee. Somit wurde das Laufen anstrengender, vor allem bei Aufstiegen. Eigentlich war unser Plan nach Lower Pisang zu laufen. Doch angeblich gab es eine Lawine in dieser Gegend und dadurch war es gefährlicher und schwieriger auf diesem Weg zu laufen. Wir beschlossen nach Upper Pisang zu laufen, welches 100 Höhenmeter über seinem Namensbruder liegt. Von dort aus dauert es zwar länger nach Manang jedoch sollte die Aussicht von dort aus auch um einiges schöner sein.

Annapurna 18Hier war wohl eine Lawine am Werk….


In Dhikur Pokhari auf 3060 Metern legten wir unsere Mittagspause ein. Auch hier hörte man wieder von vielen Leuten dass es besser sei nach Upper Pisang zu laufen. Von Dhikur Pokhari aus hat man nochmals einen kleinen Aufstieg vor sich, bis man nach einer Stunde in Upper Pisang ankommt. Dieses kleine, aus Steinhäuschen bestehendes Dörfchen machte einen sehr authentischen Eindruck und der Ausblick war einfach nur atemberaubend. Wir wurden von einem netten Mann in sein Guesthouse gewunken, welches sofort einen gemütlichen Eindruck machte. Außerdem hatte er uns ein Angebot unterbreitet wonach wir umsonst Strom, den Raum und eine „warme“ Dusche bekamen. Nicht mehr selbstverständlich auf 3300 Metern!

Annapurna 19Eine echte Marketing Strategie, um Trekker in die eigene Lodge zu locken…


Wieder waren wir hier die ersten Gäste. Nach und nach strömte der ganze Rest ein, unser Guesthouse war zum ersten Mal voll. Nachmittags zog der Himmel dann zu und es fing zu schneien an. Auch heute war wieder ein kürzerer Tag mit 5 Stunden und 45 Minuten sodass wir schon gegen 13 Uhr nachmittags ankamen.

In der Lodge konnte man sich mit all den anderen Trekkern austauschen. Mit uns war noch eine größere, individuelle Trekkinggruppe hier, sowie ein Paar bestehend aus einer Malaiin und einem Kanadier, welche in Taiwan leben und auf ihrer Honeymoon-Reise waren und einem iranischen Paar. Das Hauptgesprächsthema war vor allem der geschlossene Pass. In den letzten Tagen kamen immer wieder Gruppen von Trekkern entgegen, welche umdrehen mussten da es in Manang zu kalt und der Pass geschlossen war. Viele hatten leider kein flexibles Zeitfenster sodass sie sich keine „Wartezeit“ erlauben konnten. Außerdem hatte die Lawine bei Lower Pisang anscheinend zwei Menschen verschüttet welche den Geschichten zufolge gestorben sind. Uns wurde bewusst, dass es durchaus gefährlich war bei diesen Wetterverhältnissen alleine, ohne Guide und ohne jegliche Erfahrung in den Bergen zu laufen.

Da wir ausreichend Zeit für unseren Trek zur Verfügung hatten beschlossen wir, am nächsten Tag nur bis nach Nawal zu laufen und eine Art „Ruhetag“ einzulegen, sodass wir erst einen Tag später als geplant am Pass sein würden . Denn eigentlich wären wir schon am nächsten Tag in Manang gewesen, von dort aus wäre der Pass zeitlich nur noch 3 Tage entfernt. Ob der Pass noch immer geschlossen war wusste niemand. Man hörte Geschichten von Leuten, die 13 Stunden für eine Strecke brauchten die man bei guten Bedingungen in 5 schafft.

Am späten Nachmittag erkundeten wir im Schnee noch ein wenig das Dorf. Trotz des Nebels und des Schnees – es war irgendwie mal schön die Berge in diesem Wetter zu sehen. Die Tannen waren mit Neuschnee bedeckt und an den Gipfeln der 7000er hingen Wolken, ein wirklich schönes Bild! Man kam sich vor wie in einer Schneekugel!

Annapurna 20Die Wolken hingen an den Bergen – ein lohnenswerter Ausflug aus der Lodge auch wenn’s arschkalt war

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