Eritrea

Die Altstadt von Massawa

31. Januar 2015

Eine Altstadt mit Häusern, deren Alter man förmlich spüren kann? Kleine, nette Cafés mit Tischchen vorne draußen, enge Gassen und wunderschöne Türen, Hofeingänge und Fensterläden? Und sobald die Sonne untergegangen ist ein reges Treiben, Lichterketten und leckeres Essen? Nicht nur Europa hat so etwas zu bieten.
Massawa ist die größte Hafenstadt und die zweit größte Stadt überhaupt in Eritrea. Das Besondere? Die historische Altstadt! Diese ist auf der kleinen Halbinsel zu finden. Auf dem Weg dort hin kommt man am alten Gouverneurspalast vorbei. Er wurde 1875 errichtet und zu Zeiten, als Eritrea noch zu Äthiopien gehörte, diente er als Sommerresidenz für den damaligen abessinischen Kaiser Haile Selassie. Im Unabhängigkeitskrieg wurde er zerstört. Heute ist nur noch eine Ruine übrig, welche den Betrachter nur noch erahnen lässt wie er einst von einer Kuppel und einer riesigen Freitreppe geziert wurde.
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Sobald man dann auf Massawa Island angekommen ist findet man sich von gut erhaltenen, italienischen Gebäuden umgeben wieder. Zwar sind viele der Fassaden schon verfallen oder fangen an zu bröckeln, die Fensterläden hängen schief oder sind nicht mehr vollständig und einige Eingänge sind notdürftig mit Wellblech zugemauert, aber gerade diese Kleinigkeiten geben Massawa einen ganz besonderen Flair. Kleine Cafés und Supermärkte schmücken die Gassen, Eritreer sitzen in der Sonne und trinken eine Cola. Einen kleinen Markt mit Lebensmitteln und Souvenirs gibt es auch und eine Gruppe Kindergartenkinder laufen uns nach. Sie machen Quatsch und finden die blonden Haare meines Bruders lustig. Zwischendurch fragten sie nach Süßigkeiten oder Stiften, aber obwohl wir ihnen nichts gaben folgten sie uns immer weiter und freuten sich, als wir ein Foto von ihnen machten. Sogar einen Night-Club hat die Altstadt Massawas zu bieten, allerdings sieht er weniger einladend aus.

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Der Stolz der Einwohner Massawas ist das „Sallam“-Restaurant. Es befindet sich mitten in der Altstadt, auf einem kleinen Platz und hat nur ein Gericht: Fisch mit Fladenbrot. Die Gäste sitzen an liebevoll hergerichteten Plastiktischen im Hof, die Küche ist in einem der Gebäuden. Seitdem es in einer arte-Reportage vorkam ist es berühmt in Massawa. Als wir dort zu Abend essen wollten war es in der Tat brechend voll und alle Tische waren von eritreischen Familien besetzt. Der Fisch schmeckte ausgezeichnet! Und die Stimmung war es ebenfalls.

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1 Kommentar

  • Reply Jeanine 4. Juli 2017 at 16:45

    Hallo Anna. Tolle Bilder und ein spannender Bericht. Ich würde gerne wissen wie ihr in Eritrea herumgereist seid. In der Zwischenzeit hat sich wohl einiges geändert, nichtsdestotrotz fände ich es spannend zu erfahren, wie man eine solche Reise organisiert. Am besten auch mit Infos für Individualreisende, falls du da Tipps hast? LG Jeanine

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